CDU Stadtverband Besigheim

Forderung nach echter, konzeptioneller Baulandpolitik für Besigheim

Transparenz und Öffentlichkeit gewährleisten

Beim kommunalpolitischen Digital- Stammtisch der CDU Besigheim u.U. stand die Frage im Mittelpunkt, wo und wie zukünftig in Besigheim gebaut werden soll. Fraktionsvorsitzender Achim Schober verwies auf jüngste Projekte im Stadtbereich. Der derzeit zur Fortschreibung anstehende Flächennutzungsplan (FNP) lasse viele Deutungen zur weiteren Entwicklung bis 2035 zu. Ziel und Zweck dieses FNP ist die Sicherung einer langfristigen und nachhaltigen Gemeindeentwicklung in jeder Mitgliedsgemeinde vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der Wohnraumversorgung, der Sicherung als Wirtschaftsstandort und den Folgen klimatischer Veränderungen.Über den wachsenden Bedarf an Wohnraum besteht bei Experten wie auch den Anwesenden Einigkeit. Oft werde es dann aber in der Umsetzung schwierig.Die Frage nach Einfamilienhäusern oder anderen Wohnformaten lasse sich in Besigheim an ganz konkreten Bereichen fest machen. 
Besigheim: Wo und wie soll gebaut werden?Besigheim: Wo und wie soll gebaut werden?
Flächenversiegelung bei neu ausgewiesenen Baugebieten, steigendes Verkehrsaufkommen, Nachverdichtung im Innenbereich, Anwohnerinteressen - das sind nur einige der Herausforderungen, die auch in Besigheim auf Lösungen warten. Nicht hilfreich seien Stimmen im Gemeinderat, die nur auf der Bremse stehen, ohne Konzepte zur Bedarfsdeckung bei Wohnraum vorzulegen. Allerdings seien auch rein apodiktische Forderungen nach mehr sozialem oder eigengenutztem Wohnraum nicht ausreichend. Verdichtete Bereiche und eine Erschließungsentwicklung müssten Teil einer echten Baulandpolitik sein, die auch aufs Ganze angelegt und konzeptionell durchdacht ist. Dafür brauche es Weitsicht über die Tagespolitik hinaus. Ein Schritt zu mehr Transparenz könnten auch aussagekräftige Berichte der Stadtverwaltung sein oder zeitlich früher die Nichtöffentlichkeit solcher Sitzungen zu beenden. Letzteres begrenze allgemeine Erkenntnisse und führe dann zu Anwohnerprotesten. Eine Einbeziehung müsse früher und konsensualer ansetzen. "Mehr Transparenz und Öffentlichkeit wagen - diese Forderung ist nach der schleppenden Enzufer-PR wohl unvermeidbar", so ein Fazit der örtlichen CDU. Um die Bevölkerung mitzunehmen, müsse nach Ende der strengen Pandemie wieder eine Bürgerversammlung in der realen Welt stattfinden. Auch ein kommunales Diskussionsforum "Besigheim 2035" mit Blick auf die Laufzeit des FNP kam zur Sprache.